Jetzt muss Hertz um die Übernahme des US-Autovermieters Dollar Thrifty bangen: Der Autovermieter Avis hat sich die Braut ebenfalls genau angeschaut und bietet nun mit. Avis-Chef Ronald Nelson kündigte ein “substanziell höheres Gebot” an. Hertz muss also sein Gebot über knapp 1,2 Milliarden Dollar erhöhen, wenn Avis nicht die Nase vorn haben soll. Avis-Chef Nelson zeigte sich enttäuscht darüber, dass sich das Management von Dollar Thrifty trotz der Kaufabsicht bereits auf Hertz als Käufer eingeschossen habe. Er verlangte Einblick in die Bücher und rief die Dollar-Thrifty-Führung zu Gesprächen auf.
Das Bietergefecht um den US-Autovermieter kommt zu einer Zeit, in der die wirtschaftliche Erholung die Reiselust wieder beflügelt. In der Krise hatten die Autovermieter gelitten und mussten Abspecken weil die wichtigen Vermietungen an Geschäftsreisenden ausblieben.
Rund 1,2 Mrd. US-Dollar will sich Hertz die Übernahme des Autovermieters kosten lassen um damit seine internationale Präsenz ausbauen. Mit rund 9800 Anmietstationen auf sechs Kontinenten würde Hertz den Wettbewerber Avis überholen und zum zweitgrößten US-Mietwagenanbieter hinter Enterprise Holdings werden.




